Elefantenanlage, Knies Kinderzoo
Die Elefantenanlage setzt einen neuen Schwerpunkt in der Mitte des Kinderzoos. Sie bietet Zoobesuchern und Elefanten gleichermassen einen vielfältigen Erlebnisraum.
Die Anlage liegt vor dem alten Zentralstall mit seinen geschwungenen Wänden und dem weit ausladenden Dach. Diese expressive Betonarchitektur aus den frühen 70-ern wurde in den neuen Anlageteilen tradiert und ihrer Aufgabe entsprechend neu ausgeformt.
Die einzelnen Anlageteile sind so angelegt, dass immer neue perspektivische Schichtungen entstehen. Ein spannungsvoller Aufbau in Vorder-, Mittel- und Hintergrund überspielt die limitierte Grösse des Geländes.
Die Fantasie der Besucher wird durch sorgfältig gestaltete Details angeregt; in den Köpfen entsteht eine dichte Erlebniswelt. Die Bauten sind reich an Bildern und erzählen mit ihren expressiven Formen etwas über den jeweiligen - von Menschen mitgestalteten - Herkunftsraum der Tiere.
Die Bauten integrieren sich, indem sie Materialisierung und Formensprache der bestehenden Zooarchitektur aufnehmen und interpretieren.
Der Herkunft der Elefanten entsprechend, erinnern die Bauten an das alte und neue Indien (zum Beispiel Le Corbusiers Bauten in Chandigarh): Eine andere Welt, eine Welt insbesondere, in der die Elefanten einen selbstverständlichen Teil des Alltages bilden.
Zuschauer und Tiere kommen sich so nahe wie es gegenseitige Sicherheit und Respekt zulassen. Die Grenzen der Anlage werden als Ort der Begegnung gestaltet.
Die Mauern sind weitgehend aufgelöst und haben Sichtschlitze oder Löcher. Die verspielten ornamentalen Elemente vor – oder in den Öffnungen, verhindern unliebsame Begegnungen.
Die Laufgräben sind für die Elefanten benutzbar und verleihen der Anlage eine zusätzliche – topografische Qualität.
Bauherrschaft:
Gebrüder Knie, Schweizer National- Circus AG
Planung/Ausführung: 1998/99
Bauzeit: 4 Monate
Anzahl Tiere: 4-7Elefantenkühe
Fläche: 1050 m2
Bad/Ausgleichsbecken: 150 m3 Nutzvol.
Publikation:
- Hochparterre Nr. 10, 2000, Ulrike Schettler
- werk, bauen + wohnen 1|2/2009, Albert Kirchengast
Nominationen/Preise
- “Auszeichnung Gutes Bauen 1996-2000”.
2. Wettbewerbsstufe
Fotos:
1-3: Simon Scheller
4-6: Dominique Marc Wehrl













