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Emme Brücke

Die schlichte Holzbrücke über die Emme soll das "Eidgenössische" 2013 erschliessen.
Eine textile Membran – ähnlich der Zeltbauten an einem Schwingerfest – schützen Besucher und Holzkonstruktion.

Der dichte Waldsaum an beiden Uferseiten der Emme prägt die räumliche Wahrnehmung des Ortes auf eine sehr sinnliche Weise. Der Wald wirkt als Filter, bei dessen Durchschreiten die Eindrücke und Geräusche der Umwelt in den Hintergrund treten. Die Klarheit und Prägnanz des Flussraumes tritt zum Vorschein und zieht den Betrachter in seinen Bann.
Das Konzept der vorgeschlagenen Brücke folgt dieser Wahrnehmung, indem es den Rhythmus von geschlossenem Raum und Offenheit aufnimmt.
Das sichtbare Tragwerk verbindet sich beim Durchschreiten des Brückenraums mit der sich hebenden und senkenden Membrane, die sich wie eine schützende Haut um die Konstruktion legt. Die dezente Beleuchtung des Gehwegs wird durch einzelne Strahler gewährleistet, die .
Die Leuchten, welche in der Ebene der Obergurte platziert sind, werden als Objekte nicht wahrgenommen, nur der Rhythmus ihrer Lichtkegel verleiht dem Brückenkörper bei Dunkel- heit eine besondere Eleganz.
Die präzise Gestaltung der Brücke ist in ihrer schlichten Wirkung auch sehr artifiziell. Über ihren alltäglichen Gebrauch hinaus, soll das Bauwerk eine Bedeutung für das geplante Schwingfest erhalten. Durch das Verbinden von zwei wichtigen Standorten des Anlasses kommt der festliche Charakter der Brücke zum tragen.
Das Anknüpfen an traditionelle Werte entspricht einerseits den Grundwerten des Schwing- fests, andererseits steht dieser Gedanke für die örtliche Holzbautradition im Brückenbau. Die Anlehnung an die Form eines klassischen Hängesprengwerks in Kombination mit einer neuartigen Dachbespannung zeigt die Möglichkeiten auf, wie Tradition mit Innovation in Verbindung gebracht und zu einem identitätsstiftenden Bauwerk vereint werden können.

Gesamtleistungswettbewerb 2011

Holzbauingenieur: Pirmin Jung GmbH>>