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Bahnhofplatz Süd Winterthur

Der Bahnhofplatz Süd gilt  als Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs von Winterthur. Er liegt zwischen den Hauptzugängen des Bahnhofes und der Altstadt von Winterthur und ist zugleich ein wichtiger Aufenhalts-, Umsteige- und Durchgangsraum. Der Platz soll als massgebender Bestandteil des Masterplans Stadtraum Bahnhof neu konzipiert und umgestaltet werden.
Das  Dach ist so ausgelegt, dass sowohl die Variante mit vier Anlegekanten,  als auch die Variante mit zwei Anlegekanten als Betriebskonzept für den  Busbetrieb verfolgt werden können.

Über die Gewährleistung der verkehrstechnischen Anforderungen hinaus verfolgt das Projekt das Ziel, ein attraktives städtisches Zentrum zu schaffen. Erreicht wird dieses Ziel durch die präzise Setzung eines einzigen grosszügigen Daches vor dem Zugang zum Untertor, sozusagen eines Vordachs, für die Altstadt Winterthurs.
Der Busbahnhof ist damit mehr als ein Verkehrsknotenpunkt: Mit seiner freundlich-hellen Stimmung wirkt er identitätsstiftend – der schattige Raum weckt Erinnerungen an überdachte Marktplätze einer französischen oder italienischen Stadt.
Die weitere Absicht des Projektvorschlags betrifft die Nachhaltigkeit des Eingriffs: Dach und Tragwerk sind so ausgelegt, dass sowohl Variante 0+ als auch Variante A als Betriebskonzept für den Busbetrieb verfolgt werden können. Die für die Identität einer Stadt so wichtige Konstanz der primären Merkpunkte wird damit für eine lange Zeitspanne gewährleistet.
Die Blickachsen der Fussgänger bleiben vom Hauptbahnhof über die Zürcherstrasse und von der Markgasse bis zum Kesselhaus frei. Besucher Winterthurs orientieren sich hier in aller Ruhe und in alle Richtungen.
Das Dach ist zu jeder Tages- und Jahreszeit die Membran, die das Licht des Ortes gestaltet. Das Tageslicht dringt gefiltert durch die Schicht aus Lochblech und wirft ein dezentes Schattenmoiree auf den Boden. Bei einsetzender Dämmerung wird das Dach zunehmend von unten angestrahlt – die dimbaren Strahler sind blendfrei in den Werbestelen und auf dem Dach der Mobilitätszentrale integriert und erzeugen ein unregelmässiges, festliches Lichtspiel.
In der Dachkonstruktion sind Downlights eingebaut, die gezielt wichtige Bereiche wie die Anlegekanten oder die Ticketautomaten hervorheben.
 
Projektwettbewerb im offenen Verfahren
Stadt Winterthur
 
August 2008
 
mit:
Balliana Schubert, Zürich
Stadt Raum Verkehr, Zürich>>
Dr. Lüchinger + Meyer, Zürich
 

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