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Gebäudeverschiebung Affolternstrasse 52, Oerlikon

Im Rahmen der Kapazitätssteigerung der Durchmesserlinie Winterthur - Zürich wird der Gleisraum im westlichen Vorbereich des Bahnhofs Oerlikons bis zum Jahr 2014 wesentlich verbreitert. Das Gebäude Affolternstrasse 52 liegt innerhalb des zukünftigen Gleisperimeters, was im Planungsstand 2011 einen Abbruch des Gebäudes zur Folge gehabt hätte. Zum Erhalt des Gebäudes hat das Amt für Städtebau der Stadt Zürich eine Machbarkeitstudie zur Translozierung des Gebäudes in Auftrag gegeben.

Das Gebiet nördlich des Bahnhofs Oerlikon entwickelte sich in den letzten Jahren sprunghaft. Die ursprünglich industrielle Bausubstanz wich dabei fast vollständig neuen Verwaltungs-, Dienstleistungs- und Wohnbauten. Das angestrebte Zusammenspiel von Alt und Neu droht allmählich zu verschwinden. In diesem Zusammenhang kommt dem Erhalt der verbliebenen ursprünglichen Substanz eine zentrale Bedeutung zu: als Zeitzeugen stehen die Bauten für städtebauliche Kontinuität und spielen eine entscheidende Rolle für die Identitätsbildung des Ortes. Nicht zuletzt kann der Erhalt einzelner charakteristischer Bauten den Standortfaktor von ganz Neu-Oerlikon positiv beeinflussen.
Das Gebäude Affolternstrasse 52 wurde als Verwaltungsgebäude der Werkzeugmaschinen-
fabrik erbaut. Zum Bahnhof hin bildete das Gebäude das repräsentative Gesicht des dahinter liegenden Industriegebiets.
Der markante Backsteinbau aus dem Jahre 1889 wird vom gesamten Bahnhofsareal her wahrgenommen und eignet sich daher ausgezeichnet als identitätsstiftende „Landmark“.
Die Machbarkeitsstudie hat zum Ziel, den Erhalt des Gebäudes mittels Translozierung zu prüfen. Neben der technischen Machbarkeit sind die städte- und ortsbauliche Eingliederung sowie die Finanzierbarkeit zentrale Untersuchungspunkte.

Durch eine parallele Verschiebung um 63 Meter kann der über 80 Meter lange Bau "gerettet" werden ohne dass seine charakteristische Stellung als Kopf an den Geleisen vor den dahinter liegenden grossvolumigen Gebäuden in Frage gestellt würde.

Machbarkeitsstudie: März 2008
In Zusammenarbeit mit
Stadt Zürich, Amt für Städtebau
Stadt Zürich, Tiefbauamt
Henauer Gugler AG

Erst nach mehrjähiger zäher Verhandlungen zwischen SPS, ABB und SBB, vemischt mit unermüdlichem Einsatz der Stadt und der Quartierbevölkerung für den Erhalt des Baus,  wurde schliesslich ein Weg gefunden den Bau zu retten und "auf die Reise zu schicken".

Bauherr: Swiss Prime Site

Spatenstich (Anschub): Juli 2011

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